Brennholz-Wissen
Lagerung, Feuchtigkeit und Anzündtipps — alles, was Sie über den richtigen Umgang mit Brennholz wissen müssen.
Die ideale Feuchtigkeit
Die Restfeuchte des Holzes ist der wichtigste Faktor für eine effiziente und saubere Verbrennung. Zu feuchtes Holz verschwendet Energie, erzeugt Russ und kann den Kamin beschädigen.
Restfeuchte im Überblick
Zu feuchtes Holz verbrennen
- • Bis zu 50% weniger Heizleistung
- • Starke Rauch- und Russbildung
- • Kaminscheibe beschlägt sofort
- • Gefahr von Schornsteinversottung
- • Höhere Feinstaub-Emissionen
Trockenes Holz verbrennen
- • Maximaler Heizwert
- • Saubere Verbrennung, klare Scheibe
- • Weniger Russ und Ablagerungen
- • Kamin bleibt länger sauber
- • Umweltfreundlich, weniger Feinstaub
Tipp: Feuchtigkeit messen
Ein Holzfeuchtemessgerät (ab ca. CHF 20.–) ist eine sinnvolle Investition. Messen Sie immer an einer frisch gespaltenen Stelle im Inneren des Scheits — nicht an der Oberfläche, die kann irreführend trocken sein.
Brennholz richtig lagern
Der richtige Standort
Lagern Sie Ihr Brennholz an einem gut belüfteten, überdachten Ort. Ideal ist eine Südseite, wo Sonne und Wind das Holz natürlich trocknen. Ein offener Unterstand oder eine Holzmiete mit Dach sind perfekt.
Abstand zur Wand
Stapeln Sie das Holz mindestens 10–15 cm von der Hauswand entfernt. Direkt an der Wand kann sich Feuchtigkeit stauen und Schimmel bilden. Die Luftzirkulation ist entscheidend.
Erhöht vom Boden
Lagern Sie Holz nie direkt auf dem Erdboden. Verwenden Sie Paletten, Steine oder eine Unterlage. Bodenfeuchtigkeit steigt sonst in die untersten Scheite auf und macht sie unbrauchbar.
Richtig abdecken
Decken Sie nur die Oberseite des Holzstapels ab — mit einer Plane, Wellblech oder einem Dach. Die Seiten müssen offen bleiben, damit Luft zirkulieren kann. Eine komplett eingepackte Holzmiete schimmelt!
Wie lange ist Brennholz lagerfähig?
Noch zu feucht zum Verfeuern. Trocknungsphase.
Beste Brenneigenschaften bei richtiger Lagerung.
Noch einwandfrei nutzbar. Heizwert praktisch unverändert.
Heizwert sinkt langsam. Holz wird mürbe und leichter.
Deutlich weniger Heizwert. Nur noch als Anzündholz brauchbar.
Unser Tipp: Kammergetrocknetes Holz (wie unseres) ist sofort einsatzbereit und kann problemlos 3–5 Jahre gelagert werden — vorausgesetzt, es bleibt trocken.
Anzündtipps für das perfekte Feuer
Birkenrinde als Anzünder
Birkenrinde enthält Betulin — ein natürlich brennbares Öl. Ein paar Streifen Rinde reichen aus, um das Feuer zu starten. Kostenlos, natürlich, effektiv.
Dünne Scheite zum Start
Spalten Sie ein paar Scheite extra dünn (Daumendicke). Je mehr Oberfläche, desto schneller zündet das Holz. Ideal als Mittelschicht beim Top-Down-Verfahren.
Kreuzweise stapeln
Legen Sie die Scheite kreuzweise übereinander, nicht parallel. So kann die Luft optimal zirkulieren und das Feuer schneller durchbrennen.
Kein Papier verwenden
Zeitungspapier und Karton erzeugen Flugasche und verstopfen die Luftkanäle. Verwenden Sie stattdessen natürliche Wachsanzünder oder Birkenrinde.
Holz vorwärmen
Holen Sie das Holz 1–2 Tage vor dem Verfeuern ins Haus. Holz auf Raumtemperatur brennt besser an als kaltes Holz von draussen.
Geduld beim Nachlegen
Legen Sie erst nach, wenn die vorherigen Scheite zu Glut geworden sind. Zu frühes Nachlegen erstickt das Feuer und erzeugt unnötigen Rauch.
Bereit für das perfekte Feuer?
Unser kammergetrocknetes Birkenholz bringt die ideale Feuchtigkeit mit — sofort einsatzbereit, ohne lange Wartezeit.